Welche Bereiche machst du am liebsten?
- Pädiatrie
- Psychiatrische Ergotherapie

Für mich bedeutet Ergotherapie, Menschen darin zu unterstützen, ihren Alltag so selbstbestimmt und unabhängig wie möglich zu gestalten. Ich sehe die Klient*innen als Expert*innen für ihr eigenes Leben. Wir als Therapeut*innen begleiten sie nur auf ihrem Weg. Ergotherapie verstehe ich als Hilfe zur Selbsthilfe. Auch kleine Schritte und Erfolge können viel bewirken und zu mehr Lebensqualität führen.

Am meisten Freude macht mir die Arbeit, wenn ich mich im Team wohlfühle und wir ein gutes Miteinander haben. Ein echtes Gemeinschaftsgefühl ist mir deshalb besonders wichtig, denn zusammen erreicht man einfach mehr. Gleichzeitig finde ich klare Strukturen in der Praxis hilfreich zum Beispiel bei Abläufen oder der Dokumentation. Sie geben Sicherheit und schaffen eine gute Basis, auf der man kreativ und individuell arbeiten kann. Besonders wertvoll ist für mich außerdem der fachliche Austausch: voneinander lernen, Ideen sowie Erfolge teilen und gemeinsam wachsen.
Ich wünschen mir, dass die Ergotherapie mehr wahrgenommen wird, sowohl in der Gesellschaft als auch im Gesundheitssystem. Oft wissen viele gar nicht so genau, was wir eigentlich machen und welches große Potenzial in der Ergotherapie steckt. Besonders im interdisziplinären Austausch sehe ich eine tolle Chance: Wenn Ärzt*innen und Therapeut*innen den Stellenwert der Ergotherapie noch besser kennen, könnten wir gemeinsam viel mehr für die Klient*inne erreichen. Denn je sichtbarer unsere Arbeit ist, desto mehr Menschen finden auch den Weg zu uns. Ergotherapie hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Fundiert, evidenzbasiert und vielseitig. Ich finde, das darf man ruhig noch öfter und lauter sagen!