Hannah Mia
Ergotherapeutin

Hannah ist eine junge, neugierige Therapeutin mit einer fröhlichen Ausstrahlung und einem Lächeln, das sofort ansteckt. Ihre Offenheit und Kontaktfreude machen es ihr leicht, eine vertrauensvolle Verbindung zu anderen aufzubauen.

Mit vielen tollen Ideen für unterschiedliche Therapieansätze bringt sie frischen Wind in die therapeutische Arbeit. Besonders zeichnet sie ihre große Freude am Lernen und an der persönlichen sowie fachlichen Weiterentwicklung aus, mit der sie neue Impulse aufnimmt und motiviert in die Praxis umsetzt.

Welche Bereiche machst du am liebsten?
  • Schon früh war für mich klar, dass ich im psychisch-funktionellen Bereich arbeiten möchte.
  • Während der Ausbildung habe ich zusätzlich die Pädiatrie für mich entdeckt.
  • Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bereitet mir große Freude und ist für mich eine wertvolle Bereicherung.
Was bedeutet Ergotherapie für Dich?

Ergotherapie ist für mich die Möglichkeit, andere Menschen ganz praktisch dabei unterstützen zu dürfen ihr Leben nach ihren Vorstellungen zu gestalten - trotz individueller Barrieren. Sie bedeutet für mich an die Ressourcen und Erfahrungen des Einzelnen anzuknüpfen, gesunde Beziehungserfahrung und stärkende Selbsterfahrung zu ermöglichen.

Was ist dir in einer Ergotherapie Praxis am wichtigsten?

Mir ist es wichtig, jedem Klienten einen Raum zu bieten, in dem er sich intuitiv sicher fühlt, sich öffnen kann und an die eigene Entwicklung anknüpfen darf. Dabei spielen für mich vielfältige Materialien zur Selbsterfahrung ebenso eine zentrale Rolle wie ein wertschätzendes, angenehmes Raum- und Teamklima.

Was würdest du gern verbessern in der Ergotherapie?

Ich erinnere mich noch gut an einen meiner ersten Tage in der Ausbildung. Unsere Schulleitung betrat den Raum und fragte, ob jemand erklären könne, was Ergotherapie eigentlich ist. Es folgten ratlose Blicke und vage Vermutungen – denn jeder von uns kannte einzelne Facetten der Ergotherapie, doch wie diese zusammenpassten, war gar nicht so leicht zu greifen.

Gemeinsam haben wir mit 25 Personen schließlich eine Erklärung gefunden. Wirklich kurz und präzise wurde sie jedoch erst später, als wir dafür sogar ein eigenes Unterrichtsfach hatten. Die Kurzfassung lautet bis heute: Ergotherapie unterstützt Menschen dabei, ihren Alltag möglichst selbstständig bewältigen zu können.

Diese Erfahrung zeigt für mich, wie vielschichtig und schwer fassbar Ergotherapie ist. Genau das schätze ich an diesem Beruf – und sehe darin zugleich eine Herausforderung. Denn die große Bandbreite führt auch dazu, dass viele Menschen gar nicht wissen, wie Ergotherapie sie konkret abholen und unterstützen könnte. Oft nehmen sie dieses Angebot deshalb gar nicht erst wahr.

Besonders im psychiatrischen Bereich ist das sehr bedauerlich. Therapieplätze sind knapp, Wartelisten lang und der Bedarf an Unterstützung groß – gerade dort, wo Hilfe dringend benötigt wird.