Nici ist seit der ersten Stunde Teil unseres Teams in Frankfurt und bringt viel Erfahrung aus dem psychiatrischen Setting sowie der Handtherapie mit, ihre fachlichen Schwerpunkte. Mit zahlreichen Ideen und kreativen Impulsen bereichert sie unseren Praxisalltag immer wieder.
Sie besitzt eine wahre Engelsgeduld, viel Kreativität und ganz viel Freude an ihrer Arbeit. Durch ihre gelassene, wertschätzende Art fühlt man sich in ihrer Gegenwart schnell wohl. Ihr ist es besonders wichtig, den Menschen und nicht die Diagnose in den Fokus zu rücken, genau davon profitieren auch ihre Patient:innen.
In ihrer Freizeit taucht Nici gerne in andere Welten ein, am liebsten durch Fantasybücher oder Hörbücher, spielt Geige und liebt es, bei Pen & Paper in neue Rollen zu schlüpfen und ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.
Welche Bereiche machst du am liebsten?
Besonders gerne arbeite ich in der Orthopädie und Psychiatrie, weil beide Bereiche auf ganz unterschiedliche Weise zeigen, wie wichtig Ergotherapie für den Alltag sein kann. In der Orthopädie finde ich es spannend, gemeinsam an konkreten Einschränkungen zu arbeiten und mitzuerleben, wie Patient*innen Schritt für Schritt wieder mehr Beweglichkeit, Selbstständigkeit und Vertrauen in den eigenen Körper gewinnen. In der Psychiatrie schätze ich besonders die ganzheitliche Arbeit mit dem Menschen. Hier geht es für mich oft darum, gemeinsam Ressourcen zu entdecken, neue Perspektiven zu entwickeln und wieder mehr Struktur und Teilhabe im Alltag zu ermöglichen. Beide Bereiche verbinden für mich etwas Wichtiges: Es geht nicht nur darum, was jemand gerade nicht kann, sondern darum, gemeinsam herauszufinden, was wieder möglich werden kann.
Was bedeutet Ergotherapie für Dich?
Ergotherapie bedeutet für mich, Menschen nicht auf eine Diagnose oder ein Symptom zu reduzieren. Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte, seine Stärken und seine ganz persönlichen Herausforderungen mit – und genau dort setzt für mich gute Ergotherapie an. Ich möchte gemeinsam mit meinen Patient*innen herausfinden, was ihnen wichtig ist, welche Ressourcen sie mitbringen und welche kleinen oder großen Veränderungen ihren Alltag wieder leichter und selbstbestimmter machen können
Was ist dir in einer Ergotherapie Praxis am wichtigsten?
Ein gutes Miteinander – mit den Patient*innen genauso wie im Team. Mir ist wichtig, dass man offen miteinander kommuniziert, sich gegenseitig unterstützt und auch Erfolge gemeinsam feiern kann. Ich schätze den fachlichen Austausch sehr, weil ich überzeugt bin, dass man nie auslernt. Für mich gehört deshalb ein Team, in dem man Fragen stellen, Ideen teilen und voneinander lernen kann, genauso zu einem guten Praxisalltag wie eine wertschätzende und authentische Beziehung zu den Patient*innen.
Was würdest du gern verbessern in der Ergotherapie?
Ich würde mir wünschen, dass Ergotherapie noch stärker als das wahrgenommen wird, was sie eigentlich ist: eine Therapie, die sich am echten Leben orientiert. Nicht nur die Frage „Was kann jemand nicht?“, sondern vor allem „Was ist diesem Menschen wichtig und was braucht er, um wieder mehr Teilhabe und Selbstständigkeit zu erleben?“ sollte für mich im Mittelpunkt stehen. Außerdem würde ich mir wünschen, dass noch mehr Raum für individuelle, kreative und auch unkonventionelle Lösungswege entsteht.