Sophia bringt Neugier, Wärme und eine besondere Fähigkeit mit, das zu hören, was zwischen den Zeilen steht. Nach Jahren in der Neurologie – im Krankenhaus und in der Rehabilitation – wendet sie sich heute bewusst dem psychischen Bereich zu. Ihr Schwerpunkt: Sexualität und sexuelle Gesundheit – ein Thema, das im therapeutischen Alltag oft zu wenig Raum bekommt. Sophia begegnet diesem Teil des menschlichen Erlebens mit Offenheit, Neugier und ohne Wertung – immer nah am Menschen.
Welche Bereiche machst du am liebsten?
Sexualität, Intimität & sexuelle Gesundheit, Psychisch-funktioneller Bereich und Neurologischer Bereich.
Was bedeutet Ergotherapie für Dich?
Ergotherapie bedeutet für mich, Menschen darin zu unterstützen, ihr Leben möglichst selbstbestimmt und selbstständig zu gestalten. Zudem zeichnet sie sich durch ihre ganzheitliche Herangehensweise aus. Das bedeutet für mich und meine eigene Arbeit auch, sensible Lebensbereiche wie Intimität, Sexualität und sexuelle Gesundheit nicht auszuklammern. Sie sind Teil des menschlichen Lebens und können durch Erkrankungen oder Beeinträchtigungen beeinflusst werden. Für manche Menschen spielt dieser Bereich eine zentrale Rolle, für andere weniger - beides ist legitim. Mir ist wichtig, dass solche Themen bei Bedarf in der Therapie aktiv besprochen werden können - offen, wertfrei, respektvoll und ohne Tabuisierung. In diesem Bereich habe ich bereits eine Fortbildung absolviert und vertiefe mein Wissen kontinuierlich weiter.
Was ist dir in einer Ergotherapie Praxis am wichtigsten?
Mir ist ein humorvolles und gleichzeitig reflektiertes und professionelles Miteinander wichtig - sowohl im Kontakt mit Patient*innen als auch unter Kolleg*innen. Ich arbeite am liebsten in einem Team, das offen kommuniziert, sich fachlich austauscht und gemeinsam an einem Strang zieht. Besonders am Herzen liegt mir ein diversitäts- und kultursensibles Umfeld, in dem sich Menschen respektiert, gesehen und willkommen fühlen. Gute Therapie entsteht für mich dort, wo Fachlichkeit, Haltung und Menschlichkeit zusammenkommen.
Was würdest du gern verbessern in der Ergotherapie?
Ich würde mir wünschen, dass mehr Leute erfahren, wie vielseitig unser Beruf doch ist. Mehr Sichtbarkeit wäre super und aus meiner Sicht ein wichtiger Schritt. Damit die Ergotherapie ihr Potenzial weiter entfalten kann, würde ich mir stärkere Forschungsstrukturen und zukunftsorientierte Ausbildungsmodelle wünschen. Dabei sehe ich mich selbst in der Verantwortung, meinen Beitrag zu leisten: offen für neue Perspektiven zu bleiben, nicht aufzuhören zu lernen und mich weiterzuentwickeln und aktiv an der Professionalisierung unseres Berufs mitzuwirken.