Ergotherapie-Methode

Affolter-Konzept

Ist die Wahrnehmung der Umwelt gestört, fällt selbstständiges Handeln schwer. Das Affolter-Konzept fördert das Begreifen über geführte Bewegungen.

Das Affolter-Konzept ist ein ergotherapeutisch-neurophysiologischer Ansatz für Menschen mit Wahrnehmungs- und neurologischen Beeinträchtigungen. Dazu gehören zum Beispiel Folgen eines Schlaganfalls, Demenz oder andere zentrale neurologische Erkrankungen.

Im Mittelpunkt steht die Förderung der Wahrnehmung durch geführte Alltagsbewegungen und die aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt über Berührung und Handlung.

Ergotherapie-Sitzung: Therapeut zeigt eine Karte mit dem Wort Ziel

Das Affolter-Konzept richtet sich an Menschen mit Wahrnehmungsstörungen oder neurologischen Einschränkungen, die Schwierigkeiten haben, ihre Umwelt aktiv zu erfassen oder Handlungen selbstständig zu planen.

Je nach Ausprägung kann die Therapie sowohl im frühen als auch im langfristigen Rehabilitationsverlauf sinnvoll sein.

In der Therapie wird über geführte Bewegungen gearbeitet, bei denen der Therapeut oder die Therapeutin die Alltagshandlungen körperlich begleitet.

Typische Situationen wie Waschen, Anziehen oder das Ertasten von Gegenständen werden gemeinsam durchgeführt, sodass die Wahrnehmung über Bewegung und Berührung angeregt und stabilisiert wird.

Ziel ist es, die Wahrnehmung im Alltag zu verbessern und die Orientierung in der Umwelt zu unterstützen.

Durch die gezielte sensorische Erfahrung sollen Handlungen verständlicher werden und mehr Sicherheit im Alltag entstehen. So können vorhandene Fähigkeiten besser genutzt und Selbstständigkeit gefördert werden.

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