Diagnose

Ergotherapie bei Demenz bei Alzheimer-Krankheit

Bei der Alzheimer-Krankheit können vertraute Handgriffe unsicher werden. Ergotherapie begleitet Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen im Alltag.

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Ursache einer Demenz und beginnt meist schleichend mit Störungen des Kurzzeitgedächtnisses. Im Verlauf kommen Orientierungsprobleme, Wortfindungsstörungen und zunehmende Schwierigkeiten bei alltäglichen Handlungen hinzu. Die Erkrankung schreitet fort, das Tempo ist individuell sehr unterschiedlich.

Die Ergotherapie richtet sich darauf, vorhandene Fähigkeiten so lange wie möglich zu nutzen und den Alltag daran anzupassen. Patient:innen und Angehörige werden dabei begleitet, Handlungen zu vereinfachen und die Wohnumgebung mitzugestalten.

Die Ziele verschieben sich mit dem Verlauf und richten sich nach den erhaltenen Fähigkeiten. Häufig geht es um:

  • Selbstständigkeit bei vertrauten Alltagshandlungen erhalten
  • Orientierung durch klare Strukturen und Hinweise stützen
  • Vorhandene Gedächtnis- und Denkleistungen aktivieren
  • Wohnumfeld sicher und übersichtlich gestalten
  • Angehörige im Umgang beraten und entlasten
Therapieraum mit höhenverstellbarem Schreibtisch, orangem Hocker und Pflanze in einer Vacura-Praxis

Gearbeitet wird an vertrauten Tätigkeiten, die biografisch verankert sind und deshalb länger gelingen. Kognitives Training aktiviert erhaltene Fähigkeiten, ohne zu überfordern; Hilfsmittelberatung und Umfeldgestaltung machen die Wohnung sicherer. Ein fester Bestandteil ist die Angehörigenberatung, weil die Alltagsgestaltung zu Hause entscheidend ist.

Die Behandlung findet ein- bis zweimal wöchentlich über rund 60 Minuten statt. Hausbesuche sind hier besonders wertvoll, weil die gewohnte Umgebung Orientierung gibt und Anpassungen direkt umgesetzt werden können.

Die Behandlung beginnt mit einer ärztlichen Heilmittelverordnung, die Hausärzt:innen, Neurolog:innen oder Psychiater:innen ausstellen. Bei Demenzerkrankungen ist auch eine Blankoverordnung möglich, bei der wir Auswahl und Frequenz der Behandlung festlegen. Angehörige können die Anfrage selbstverständlich übernehmen.

Therapieplatz anfragen