Ergotherapie-Methode

Orthesenversorgung (Schienenbau)

Individuell angepasste Schienen stabilisieren, führen oder entlasten Gelenke. Die Orthesenversorgung ermöglicht so funktionelle Bewegungen.

Die Orthesenversorgung oder auch Schienenbau ist ein therapeutisch-orthopädisches Verfahren, bei dem individuell angepasste Hilfsmittel (Orthesen/Schienen) eingesetzt werden. Diese kommen bei Menschen mit orthopädischen oder neurologischen Erkrankungen zum Einsatz, zum Beispiel nach einem Schlaganfall, bei Multipler Sklerose, Morbus Parkinson oder bei strukturellen Einschränkungen des Bewegungsapparates.

Im Mittelpunkt steht die Stabilisierung, Führung oder Korrektur von Gelenken und Körperabschnitten, um funktionelle Bewegungen im Alltag zu ermöglichen oder zu verbessern.

Ergotherapie-Sitzung: Therapeut zeigt eine Karte mit dem Wort Ziel

Die Orthesenversorgung richtet sich an Menschen mit funktionellen Einschränkungen der Gelenke, Muskeln oder des Nervensystems, die Unterstützung in Stabilität, Bewegungsausführung oder Schutz benötigen.

Sie kann sowohl im akuten Rehabilitationsverlauf als auch bei chronischen Verläufen sinnvoll sein.

In der Therapie wird zunächst die individuelle Funktion und Belastbarkeit analysiert. Anschließend wird die passende Orthese ausgewählt, angepasst und in den Alltag integriert.

Begleitend werden alltagsnahe Bewegungen geübt, zum Beispiel Greifen, Schreiben, Stehen oder Gehen, um den Umgang mit der Orthese zu trainieren und funktionelle Bewegungsmuster zu fördern. Dabei wird die Nutzung regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.

Ziel ist es, Bewegungen zu unterstützen, Fehlhaltungen zu vermeiden und vorhandene Funktionen bestmöglich zu erhalten oder zu verbessern.

Durch die gezielte Stabilisierung und Führung sollen Selbstständigkeit im Alltag erhöht, Schmerzen reduziert und sichere Bewegungsabläufe ermöglicht werden.

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