Diagnose

Ergotherapie bei einer traumatischen Ruptur (Sehnen- und Bänderriss)

Nach einer traumatischen Ruptur von Sehnen und Bändern unterstützt Ergotherapie. Durch gezielte Übungen werden Kraft und Geschick im Alltag gefördert.

Eine traumatische Ruptur ist der vollständige Riss einer Sehne oder eines Bandes durch einen Unfall, im Alltag meist Sehnen- oder Bänderriss genannt. An der Hand reißt zum Beispiel die Strecksehne am Fingerendglied, wenn der gestreckte Finger abrupt gebeugt wird, oder eine Beugesehne beim ruckartigen Festhalten. Die gerissene Struktur kann ihre Aufgabe nicht mehr übernehmen, sodass je nach Befund eine mehrwöchige Schienung oder eine Operation notwendig wird.

Sowohl bei einer Behandlung mit Schiene als auch nach einer Sehnen- oder Bandnaht gibt ein ärztliches Schema vor, wann welche Bewegungen erlaubt sind. Die Ergotherapie setzt diese Vorgaben im Alltag praktisch um und leitet die Belastung in genau abgestimmten Schritten an.

Die gerissene Struktur und die gewählte Versorgung bestimmen die individuellen Ziele, darunter:

  • Heilende Sehne oder Band durch eine passende Schiene schützen
  • Sehnengleiten nach Vorgabe des Nachbehandlungsschemas fördern
  • Narben und umliegendes Gewebe geschmeidig halten
  • Faustschluss und Fingerstreckung nach und nach erweitern
  • Griffkraft für Beruf, Haushalt und Hobbys aufbauen
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Ein Strecksehnenriss am Fingerendglied wird meist sechs bis acht Wochen mit einer kleinen Schiene behandelt, die das Endgelenk gestreckt hält und jederzeit korrekt sitzen muss. Bei operativ versorgten Beugesehnen beginnen häufig schon früh geführte Bewegungen, die ein freies Gleiten der Sehne unterstützen. Später kommen Narbenbehandlung und alltagsnahe Kräftigung hinzu.

In der frühen Phase nach einer Sehnennaht sind oft zwei motorisch-funktionelle Termine pro Woche zu je rund 30–45 Minuten sinnvoll, später reicht meist einer. Die gesamte Nachbehandlung erstreckt sich häufig über zwei bis drei Monate.

Wurde operiert, kommt die Verordnung meist von Hand- oder Unfallchirurg:innen, bei konservativer Behandlung auch von Orthopäd:innen oder Hausärzt:innen. Eine ärztliche Blankoverordnung ist bei dieser Diagnose ebenfalls möglich. Nimm am besten direkt nach der Operation oder dem Anlegen der ersten Schiene Kontakt zu uns auf, damit die Nachbehandlung ohne Pause beginnt.

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