Diagnose

Ergotherapie bei Morbus Parkinson

Bei Morbus Parkinson werden Bewegungen langsamer und kleiner. Ergotherapie unterstützt dabei, Alltagsroutinen aktiv und sicher zu halten.

Morbus Parkinson ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, bei der Nervenzellen weniger Dopamin bilden. Typisch sind verlangsamte, kleiner werdende Bewegungen, Muskelsteifheit und häufig ein Zittern in Ruhe. Auch Schrift, Mimik, Stimme und der Schlaf können sich im Verlauf verändern.

Die Ergotherapie trainiert bewusst große, raumgreifende Bewegungen und baut sie in tägliche Handlungen ein. So bleiben Ankleiden, Schreiben und Haushalt länger selbstständig machbar.

Die Ziele orientieren sich am Krankheitsstadium und an dem, was den Betroffenen wichtig ist. Häufige Themen:

  • Bewegungsgröße und Bewegungstempo im Alltag erhalten
  • Handschrift und Feinmotorik gezielt trainieren
  • Strategien gegen Blockaden beim Losgehen entwickeln
  • Stürzen durch sichere Abläufe vorbeugen
  • Tagesstruktur an wechselnde Medikamentenwirkung anpassen
Therapieraum mit höhenverstellbarem Schreibtisch, orangem Hocker und Pflanze in einer Vacura-Praxis

Geübt wird mit bewusst übertriebener Amplitude: große Schritte, weite Armbewegungen, groß geschriebene Buchstaben. Rhythmische Signale und feste Startrituale helfen, wenn Bewegungen stocken. Die Hilfsmittelberatung ergänzt das um Alltagshelfer, von der Knöpfhilfe bis zum verdickten Stift.

Verordnet wird meist motorisch-funktionell oder sensomotorisch-perzeptiv, ein- bis zweimal pro Woche über rund 30–45 Minuten. Termine zu Hause zeigen oft am deutlichsten, wo der Alltag hakt.

Neurolog:innen oder Hausärzt:innen stellen die ärztliche Heilmittelverordnung aus. Sinnvoll ist ein früher Beginn, solange Routinen noch stabil sind. Mit der Verordnung vereinbarst Du einfach einen Ersttermin.

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