Ergotherapie-Methode

Hirnleistungstraining (kognitives Training)

Lässt die Merkfähigkeit nach, kann das verunsichern. Hirnleistungstraining stärkt daher Gedächtnis und Orientierung, damit Termine und Wege gelingen.

Hirnleistungstraining ist ein ergotherapeutischer Ansatz zur Förderung geistiger Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Konzentration, Gedächtnis und Problemlösung. Gleichbedeutend wird häufig von kognitivem Training gesprochen, auf ärztlichen Verordnungen steht meist Hirnleistungstraining oder neuropsychologisch orientierte Behandlung. Eingesetzt wird es bei neurologischen, psychiatrischen oder altersbedingten Beeinträchtigungen.

Im Mittelpunkt steht die Verbesserung kognitiver Funktionen, die für die selbstständige Bewältigung von Alltag, Beruf, Schule und Freizeit wichtig sind. Dabei werden vorhandene Fähigkeiten erhalten, gefördert oder nach einer Erkrankung gezielt wieder aufgebaut.

Ergotherapie-Sitzung: Therapeut zeigt eine Karte mit dem Wort Ziel

Hirnleistungstraining richtet sich an Menschen mit Einschränkungen in Bereichen wie Konzentration, Aufmerksamkeit, Gedächtnis oder Handlungsplanung. Diese können beispielsweise nach einem Schlaganfall, bei Demenz, Schädel-Hirn-Traumata, Multipler Sklerose, ADHS oder psychischen Erkrankungen auftreten.

Je nach Diagnose und Ausprägung kann die Methode sowohl in der Rehabilitation als auch zur langfristigen Unterstützung im Alltag sinnvoll sein.

In der Therapie werden gezielte Übungen und alltagsnahe Aufgaben eingesetzt, um verschiedene kognitive Fähigkeiten zu trainieren. Dazu gehören beispielsweise Gedächtnisübungen, Konzentrationsaufgaben, Strategietraining oder Übungen zur Planung und Organisation von Handlungen.

Neben klassischen Trainingsaufgaben werden auch alltägliche Situationen in die Behandlung einbezogen. So kann beispielsweise das Planen eines Einkaufs, das Strukturieren von Terminen oder das Organisieren von Arbeitsabläufen gemeinsam geübt werden, um die Übertragung in den Alltag zu erleichtern.

Ein Ziel des Hirnleistungstrainings ist es, geistige Fähigkeiten zu stärken oder möglichst lange zu erhalten. Dadurch können alltägliche Aufgaben selbstständiger bewältigt werden und mehr Sicherheit im Umgang mit beruflichen, schulischen oder privaten Anforderungen entstehen.

So werden Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Handlungsplanung und Problemlösefähigkeit gefördert, um die Selbstständigkeit und Teilhabe im Alltag zu stärken.

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