Ergotherapie-Methode

Perfetti-Konzept

Beim Perfetti-Konzept werden Bewegungen bewusst wahrgenommen und unterschieden. So finden Wahrnehmung und Motorik in der Neurologie zusammen.

Das Perfetti-Konzept ist ein neurorehabilitativer Ansatz in der Ergotherapie für Menschen mit neurologischen Erkrankungen. Dazu gehören zum Beispiel ein Schlaganfall, Multiple Sklerose oder andere Schädigungen des zentralen Nervensystems.

Im Mittelpunkt steht die bewusste Bewegungskontrolle über kognitive Prozesse. Bewegungen werden nicht automatisch ausgeführt, sondern aktiv wahrgenommen, analysiert und gesteuert.

Ergotherapie-Sitzung: Therapeut zeigt eine Karte mit dem Wort Ziel

Das Perfetti-Konzept richtet sich an Menschen mit neurologischen Beeinträchtigungen, bei denen Bewegungssteuerung und Körperwahrnehmung eingeschränkt sind.

Es ist besonders geeignet, wenn Bewegungen nicht nur körperlich, sondern auch über das Verstehen und die bewusste Kontrolle wieder erlernt werden sollen.

In der Therapie werden Bewegungen gezielt über Wahrnehmungs- und Denkaufgaben begleitet. Der Fokus liegt darauf, Bewegungen bewusst zu spüren, zu unterscheiden und aktiv zu steuern.

Typische Übungen sind zum Beispiel das Ertasten von Formen, das Unterscheiden von Bewegungsqualitäten oder das bewusste Nachvollziehen von Bewegungsabläufen ohne visuelle Kontrolle.

Ziel ist es, die bewusste Kontrolle von Bewegung zu verbessern und die Verbindung zwischen Wahrnehmung und Motorik zu stärken.

Durch die aktive Auseinandersetzung mit Bewegung sollen neue Bewegungsstrategien entstehen und die Selbstständigkeit im Alltag verbessert oder erhalten werden.

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