Diagnose

Ergotherapie beim chronischen Fatigue-Syndrom

Beim chronischen Fatigue-Syndrom erschöpft schon geringe Belastung für Tage. Ergotherapie unterstützt beim Einteilen der vorhandenen Energie.

Das chronische Fatigue-Syndrom, auch ME/CFS genannt, ist eine schwere Erkrankung mit anhaltender Erschöpfung, die sich durch Schlaf nicht bessert. Kennzeichnend ist die Belastungsintoleranz: Schon kleine Anstrengungen können die Beschwerden für Tage verstärken. Konzentration, Kreislauf und Schmerzempfinden sind häufig mitbetroffen.

Die Ergotherapie hilft, die begrenzte Energie bewusst zu verteilen, statt sie in guten Momenten aufzubrauchen. Dieses Vorgehen, Pacing genannt, schützt vor den typischen Einbrüchen nach Überlastung.

Die Ziele bleiben bewusst klein, damit sie die Belastungsgrenze respektieren. Im Vordergrund stehen:

  • Eigene Belastungsgrenzen erkennen und ernst nehmen
  • Tagesabläufe mit Pausen und Prioritäten planen
  • Wichtige Tätigkeiten energiesparend ausführen
  • Rückfälle nach Überlastung seltener werden lassen
  • Umfeld und Familie über die Erkrankung informieren
Therapieraum mit höhenverstellbarem Schreibtisch, orangem Hocker und Pflanze in einer Vacura-Praxis

Mit Aktivitätsprotokollen wird sichtbar, welche Tätigkeiten wie viel Energie kosten. Daraus entstehen Tagespläne mit fest eingebauten Ruhephasen und vereinfachten Abläufen, etwa Sitzen statt Stehen beim Kochen. Entspannungstechniken unterstützen dabei, Ruhepausen tatsächlich als Erholung zu nutzen.

Je nach Verordnung dauert eine Einheit 45 bis 60 Minuten, ein- bis höchstens zweimal pro Woche. Teletherapie und Hausbesuche können hier wertvoll sein, weil sie Anfahrtswege und damit Energie sparen.

Hausärzt:innen oder Neurolog:innen stellen die Heilmittelverordnung aus, je nach Schwerpunkt motorisch-funktionell, sensomotorisch-perzeptiv oder psychisch-funktionell. Beschreib bei der Anfrage gern Deine Belastungsgrenze. Wir richten Terminlänge und Format danach aus.

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