Diagnose

Ergotherapie bei einer emotionalen Störung mit Trennungsangst des Kindesalters

Kinder mit Trennungsangst tun sich z. B. mit Abschieden am Morgen schwer. Ergotherapie begleitet dabei, alltägliches Auseinandergehen schrittweise zu üben.

Kennzeichnend ist eine übermäßige, altersunangemessene Angst vor der Trennung von Bezugspersonen. Kinder suchen dann viel Nähe, weinen bei Abschieden, kommen schwer in Kita oder Schule und sorgen sich, dass den Eltern etwas zustoßen könnte. Häufig kommen Bauchschmerzen, Übelkeit oder Einschlafprobleme hinzu.

Die Ergotherapie arbeitet mit sehr kleinen Trennungsschritten, die verlässlich gelingen. Über wiederholte gute Erfahrungen wächst das Zutrauen, dass Abschiede aushaltbar sind und ein Wiedersehen sicher folgt.

Die Ziele richten sich nach dem Alter und danach, welche Trennungen aktuell scheitern. Möglich sind:

  • Abschiedsrituale entwickeln, die Sicherheit geben
  • Trennungszeiten schrittweise verlängern
  • Körperliche Angstzeichen einordnen lernen
  • Kita- oder Schulbesuch wieder ermöglichen
  • Eltern in ruhiger, klarer Verabschiedung unterstützen
Therapieraum mit höhenverstellbarem Schreibtisch, orangem Hocker und Pflanze in einer Vacura-Praxis

Gemeinsam wird eine Leiter kleiner Trennungsschritte erstellt, die beim Machbaren beginnt. Über Spiel und Rollenspiel werden Abschiede vorbereitet und mit einem festen Ritual verknüpft. Entspannungs- und Körperübungen helfen dem Kind, Bauchweh und Unruhe als Angstzeichen zu verstehen statt als Krankheit.

Behandelt wird ein- bis zweimal pro Woche über jeweils rund 45–60 Minuten. Einzeltermine bilden die Basis, Termine in Kita oder Schule begleiten den eigentlichen Abschied vor Ort.

Die ärztliche Heilmittelverordnung stellen Kinderärzt:innen oder Kinder- und Jugendpsychiater:innen aus. Für den Ersttermin genügt eine kurze Anfrage.

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