Diagnose

Ergotherapie bei einer phobischen Störung des Kindesalters

Kinder mit einer phobischen Störung meiden bestimmte Situationen aus Angst. Ergotherapie begleitet dabei, sich ihnen Schritt für Schritt zu nähern.

Hier besteht eine ausgeprägte Angst vor bestimmten Objekten oder Situationen, die für die jeweilige Entwicklungsphase typisch, aber deutlich übersteigert ist. Häufig geht es um altersspezifische Themen, z. B. Tiere, Dunkelheit, Arztbesuche, Gewitter, Alleinsein oder Versagensängste. Die Kinder meiden das Gefürchtete konsequent, wodurch der Alltag der ganzen Familie eingeschränkt wird.

Die Ergotherapie nähert sich dem Gefürchteten in Schritten, die das Kind selbst mitbestimmt. So entstehen Erfahrungen, dass die Situation aushaltbar ist und die Angst von allein wieder nachlässt.

Die Ziele hängen vom Angstinhalt und davon ab, wie stark der Alltag eingeschränkt ist. Häufig geht es um:

  • Gefürchtete Situationen in kleinen Schritten angehen
  • Vermeidung im Familienalltag verringern
  • Körperliche Angstzeichen erkennen und einordnen
  • Beruhigungsstrategien selbstständig anwenden
  • Eltern im Umgang mit der Angst anleiten
Therapieraum mit höhenverstellbarem Schreibtisch, orangem Hocker und Pflanze in einer Vacura-Praxis

Gemeinsam mit Kind und Eltern kann z. B. eine Angstleiter von leichten bis schwierigen Situationen erstellt werden. Diese Stufen werden im Spiel vorbereitet und dann in echten Situationen erprobt, immer im Tempo des Kindes. Entspannungstechniken werden vorab geübt, damit sie im entscheidenden Moment verfügbar sind.

Die Behandlung erfolgt ein- bis zweimal wöchentlich über jeweils rund 60 Minuten. Einzeltermine überwiegen, ergänzt durch Begleitung in den Situationen, die tatsächlich gemieden werden.

Nötig ist eine ärztliche Heilmittelverordnung von Kinderärzt:innen oder Kinder- und Jugendpsychiater:innen. Beschreibe uns vorab, wovor Dein Kind genau Angst hat und was es bereits meidet. Daraus bauen wir gemeinsam die ersten Schritte.

Therapieplatz anfragen