Diagnose

Ergotherapie bei einer sozialen Angststörung des Kindesalters

Kinder mit einer sozialen Angststörung reagieren im Kontakt mit Fremden sehr zurückhaltend. Ergotherapie stärkt Schritt für Schritt die Sicherheit.

Kinder mit einer sozialen Angststörung reagieren im Kontakt mit unbekannten Personen anhaltend ängstlich und zurückhaltend, deutlich über das für ihr Alter übliche Maß hinaus. Im vertrauten Umfeld verhalten sie sich meist unauffällig, in der Kita, Schule oder beim Einkaufen ziehen sie sich zurück. Die Angst betrifft dabei vor allem Erwachsene und fremde Gleichaltrige.

Die Ergotherapie baut Kontaktsituationen in kleinen, gut machbaren Stufen auf. Kinder sammeln dabei Erfahrungen, dass ein Gespräch oder eine Begegnung gelingen kann, ohne dass sie dazu gedrängt werden.

Die Ziele werden mit Kind und Eltern abgestimmt und am Alltag ausgerichtet. Häufig geht es um:

  • Kontaktsituationen in kleinen Schritten erproben
  • Eigene Anspannung wahrnehmen und einordnen
  • Sprechen und Antworten in der Gruppe üben
  • Teilnahme an Kita- und Schulaktivitäten ermöglichen
  • Eltern in einer ermutigenden Begleitung unterstützen
Therapieraum mit höhenverstellbarem Schreibtisch, orangem Hocker und Pflanze in einer Vacura-Praxis

Gemeinsam entsteht eine Reihenfolge von Situationen, die bei etwas Machbarem beginnt. Im Rollenspiel werden z. B. Begrüßung oder Fragenstellen vorbereitet und danach in echten Situationen erprobt. Entspannungsübungen helfen den Kindern, körperliche Anspannung als Angstzeichen zu verstehen.

Behandelt wird ein- bis zweimal pro Woche über jeweils rund 60 Minuten. Der Einstieg gelingt meist einzeln, später wäre eine Kleingruppe ein idealer Übungsort.

Für Dein Kind brauchst Du eine ärztliche Heilmittelverordnung von Kinderärzt:innen oder Kinder- und Jugendpsychiater:innen. Rückmeldungen aus Kita oder Schule zeigen uns, welche Situationen gerade schwerfallen. Den Ersttermin gestalten wir bewusst ruhig und ohne Druck.

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