Diagnose

Ergotherapie bei einer Fraktur im Bereich der Schulter und des Oberarms

Nach einer Fraktur von Schulter oder Oberarm fehlt der Arm bei fast allem. Ergotherapie begleitet den Aufbau von Beweglichkeit und Alltagskraft.

Gemeint sind Brüche des Oberarmkopfes, des Schafts oder der schulternahen Knochen, oft nach Stürzen. Nach Ruhigstellung oder Operation sind Schulter und Ellenbogen häufig steif, der Arm ermüdet schnell und viele Griffe über Kopf gelingen nicht. Gerade ältere Menschen verlieren dadurch schnell Selbstständigkeit.

Die Ergotherapie holt den Arm zurück in seine Alltagsrollen: heben, tragen, sich anziehen, Haare kämmen. Beweglichkeit und Kraft wachsen dabei an genau diesen Aufgaben.

Die Etappen folgen der ärztlichen Freigabe und dem Heilungsverlauf. Nacheinander geht es oft um:

  • Schwellung und Schonhaltung früh entgegenwirken
  • Beweglichkeit von Schulter und Ellenbogen erweitern
  • Arm in beidhändige Alltagsaufgaben zurückholen
  • Kraft für Tragen und Überkopfarbeiten aufbauen
  • Vertrauen in den Arm bei Sturzangst stärken
Therapieraum mit höhenverstellbarem Schreibtisch, orangem Hocker und Pflanze in einer Vacura-Praxis

Begonnen wird mit sanften, geführten Bewegungen und Alltagsgriffen im schmerzarmen Bereich. Wärmeanwendungen bereiten das Gewebe vor, manuelle Techniken lösen Bewegungseinschränkungen. Später steigern Aufgaben wie Regale einräumen oder Wäsche aufhängen Kraft und Reichweite messbar.

Ein- bis zweimal wöchentlich wird in der Praxis behandelt, motorisch-funktionell über je rund 30–45 Minuten. Ein Heimprogramm sichert die Fortschritte zwischen den Terminen.

Die Heilmittelverordnung stellen Orthopäd:innen, Unfallchirurg:innen oder Hausärzt:innen aus. In dieser Diagnosegruppe ist ärztlich auch eine Blankoverordnung möglich, bei der wir Behandlung und Frequenz selbst festlegen. Starte am besten direkt nach der Freigabe durch die Ärzt:innen.

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