Diagnose

Ergotherapie bei Mononeuropathien der unteren Extremität

Mononeuropathien der unteren Extremität stören Gehen und Stehen empfindlich. Ergotherapie unterstützt Sicherheit von der Fußhebung bis zum Alltagsweg.

Bei einer Mononeuropathie ist ein einzelner Nerv geschädigt, im Bein zum Beispiel der Peroneusnerv am Wadenbeinkopf. Folgen sind etwa eine Fußheberschwäche mit Stolperneigung, Taubheitsgefühle oder brennende Schmerzen. Auslöser können Druck, Verletzungen, Operationen oder Engpässe sein.

Die Ergotherapie sichert das Gehen über Strategien, Training und passende Versorgung, während der Nerv Zeit zur Erholung bekommt. Auch die Empfindlichkeit der Haut und das Gefühl für den Untergrund werden gezielt behandelt.

Die Ziele folgen dem betroffenen Nerv und seiner Funktion. Meist gehören dazu:

  • Stolperfallen durch angepasste Gehstrategien entschärfen
  • Sensibilität an Fuß und Unterschenkel schulen
  • Kraft und Beweglichkeit im Verlauf wieder ausbauen
  • Schuhwerk und Alltagswege sicher gestalten
  • Mit Schmerzen und Missempfindungen umgehen lernen
Therapieraum mit höhenverstellbarem Schreibtisch, orangem Hocker und Pflanze in einer Vacura-Praxis

Gang- und Stehübungen verbinden Kraftaufbau mit bewusster Wahrnehmung des Fußes. Sensibilitätstraining mit Bürsten, Temperatur und Untergrundwechseln begleitet die Nervenregeneration. Die Hilfsmittelberatung prüft, ob eine Schiene oder Einlage das Gehen vorübergehend sichern sollte.

Verordnet wird motorisch-funktionell oder sensomotorisch-perzeptiv, mit ein bis zwei Terminen wöchentlich über rund 30–45 Minuten. Der Start in der Praxis lässt sich mit Übungen für zu Hause kombinieren.

Neurolog:innen, Orthopäd:innen oder Hausärzt:innen stellen die Heilmittelverordnung aus. Bei frischer Nervenschädigung zählt ein zeitnaher Beginn. Melde Dich einfach, sobald die Verordnung vorliegt.

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