Diagnose

Ergotherapie bei Tendovaginitis de Quervain

Bei einer Tendovaginitis de Quervain schmerzt jeder Griff mit dem Daumen. Ergotherapie kombiniert Schiene, Entlastung und schonende Technik.

Die Tendovaginitis de Quervain ist eine Sehnenscheidenentzündung am daumenseitigen Handgelenk. Sie entsteht durch wiederholte Daumen- und Greifbewegungen, etwa beim Tragen von Säuglingen, am Smartphone oder im Handwerk. Charakteristisch ist ein stechender Schmerz beim Greifen, Drehen und beim Neigen des Handgelenks.

Eine Daumenschiene nimmt den entzündeten Sehnen die ständige Reibung, während der Alltag griffgünstiger organisiert wird. Nach dem Abklingen bauen dosierte Übungen die Belastbarkeit wieder auf.

Das Vorgehen folgt dem Reizzustand der Sehnen. Auf dem Plan stehen meist:

  • Schmerzauslösende Griffe erkennen und ersetzen
  • Sehnen durch Schienung gezielt beruhigen
  • Tragen und Heben handgelenkschonend umstellen
  • Kraft und Beweglichkeit stufenweise zurückgewinnen
  • Rückfälle durch angepasste Routinen verhindern
Therapieraum mit höhenverstellbarem Schreibtisch, orangem Hocker und Pflanze in einer Vacura-Praxis

Die individuell angepasste Schiene stellt Daumen und Handgelenk ruhig, lässt die Finger aber frei. Alltagsgriffe wie das Anheben eines Kindes werden in schonende Varianten übersetzt. Kühlung, später Wärme und sanfte Sehnengleitübungen begleiten die Heilung.

Verordnet wird motorisch-funktionell mit ein bis zwei Terminen wöchentlich zu rund 30–45 Minuten. Die Schiene wird in der Praxis gebaut und im Verlauf nachgepasst.

Orthopäd:innen, Handchirurg:innen oder Hausärzt:innen stellen die Verordnung aus; die Diagnosegruppe ist auch für eine ärztliche Blankoverordnung zugelassen. Je früher die Schiene kommt, desto seltener wird eine Operation nötig. Melde Dich daher gern zeitnah.

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