Diagnose

Ergotherapie bei Synovitis und Tenosynovitis

Synovitis und Tenosynovitis lassen Gelenke und Sehnen schmerzhaft anschwellen. Ergotherapie unterstützt Entlastung, ohne die Hand stillzulegen.

Synovitis ist eine Entzündung der Gelenkinnenhaut, Tenosynovitis eine Entzündung der Sehnenscheiden, oft an Handgelenk und Fingern. Auslöser sind wiederholte Belastungen, rheumatische Erkrankungen oder Infektionen. Typisch sind Schwellung, Wärmegefühl und Schmerzen bei Bewegung, die alltägliche Handgriffe unangenehm machen.

Die Ergotherapie beruhigt die gereizte Struktur durch Schienung, angepasste Bewegung und veränderte Alltagstechnik. So klingt die Entzündung ab, ohne dass Kraft und Beweglichkeit verloren gehen.

Das Vorgehen richtet sich nach Ursache und Reizzustand. Meist geht es um:

  • Schmerz und Schwellung im Alltag spürbar senken
  • Auslösende Bewegungsmuster erkennen und ersetzen
  • Beweglichkeit während der Reizphase erhalten
  • Belastung nach dem Abklingen kontrolliert steigern
  • Rückfällen durch Gelenkschutz vorbeugen
Therapieraum mit höhenverstellbarem Schreibtisch, orangem Hocker und Pflanze in einer Vacura-Praxis

Eine Lagerungsschiene stellt die betroffene Region zeitweise ruhig, ohne die Nachbargelenke zu blockieren. Kälte oder Wärme werden je nach Entzündungsphase gezielt eingesetzt. Im Gelenkschutztraining lernen Patient:innen, kraftsparende Griffe und Werkzeuge in ihre Abläufe einzubauen.

Termine finden ein- bis zweimal pro Woche in der Praxis statt, motorisch-funktionell über rund 30–45 Minuten. Beratung zu Arbeitsplatz und Alltagstechnik gehört fest dazu.

Zuständig sind Orthopäd:innen, Rheumatolog:innen oder Hausärzt:innen. Bei rheumatischer Ursache läuft die Ergotherapie oft dauerhaft begleitend zur medizinischen Behandlung. Eine kurze Anfrage genügt für den Start.

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