Ergotherapie-Methode

Sensorische Integration (SI)

Manche Kinder können Sinnesreize nur schwer ordnen. Die Sensorische Integration hilft ihnen, diese Reize zu verarbeiten und im Alltag zu nutzen.

Die Sensorische Integration (SI) ist ein ergotherapeutischer Therapieansatz für Menschen mit Schwierigkeiten in der Wahrnehmungs- und Reizverarbeitung. Häufig wird sie bei Kindern angewendet, beispielsweise bei Entwicklungsverzögerungen, ADHS, Autismus-Spektrum-Störungen oder Wahrnehmungsstörungen.

Im Mittelpunkt steht die Verarbeitung von Sinnesreizen aus dem eigenen Körper und der Umwelt. Ziel ist es, Informationen aus verschiedenen Sinnessystemen besser aufzunehmen, zu verarbeiten und für alltägliche Handlungen zu nutzen.

Ergotherapie-Sitzung: Therapeut zeigt eine Karte mit dem Wort Ziel

Die Sensorische Integration richtet sich an Kinder und Jugendliche mit Schwierigkeiten in der Wahrnehmungsverarbeitung oder der Handlungsplanung. Dies kann sich beispielsweise durch Probleme bei Aufmerksamkeit, Koordination, Bewegung, Verhalten oder sozialer Interaktion zeigen.

Je nach Ausprägung kann die Therapie sowohl bei leichten als auch bei ausgeprägteren Entwicklungsauffälligkeiten sinnvoll sein.

In der Therapie werden gezielt Angebote geschaffen, die verschiedene Sinne ansprechen und die Verarbeitung von Reizen fördern. Dabei kommen zum Beispiel Schaukeln, Klettern, Balancieren, Fühlen oder koordinative Bewegungsaufgaben zum Einsatz.

Die Aktivitäten werden spielerisch gestaltet und orientieren sich an den Interessen und Fähigkeiten des Kindes. So können Wahrnehmung, Bewegungsplanung und Handlungskompetenz gezielt gefördert werden.

Ziel ist es, die Verarbeitung und Integration von Sinnesreizen zu verbessern. Dadurch kann es leichter werden, Bewegungen zu koordinieren, Aufmerksamkeit zu steuern und angemessen auf Anforderungen im Alltag zu reagieren.

So werden die Selbstständigkeit, die Teilhabe am Alltag und die Entwicklung von Handlungskompetenzen unterstützt und gefördert.

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