Diagnose

Ergotherapie beim Edwards-Syndrom

Das Edwards-Syndrom fordert Familien in nahezu allen Lebensbereichen. Ergotherapie unterstützt Kind und Eltern im täglichen Miteinander.

Das Edwards-Syndrom, auch Trisomie 18 genannt, ist eine seltene Chromosomenveränderung, die Organe und Entwicklung umfassend betrifft. Kinder, die damit leben, benötigen in fast allen Bereichen Begleitung und medizinische Versorgung. Jede gewonnene Fähigkeit trägt spürbar zur Lebensqualität der ganzen Familie bei.

Die Ergotherapie arbeitet in sehr kleinen Schritten an dem, was dem Kind Wohlbefinden und Teilhabe ermöglicht: Lagerung, Wahrnehmung, gemeinsame Momente. Eltern erhalten dabei konkrete Anleitung für zu Hause.

Die Ziele richten sich ganz nach der Situation des Kindes und der Familie. Im Mittelpunkt stehen oft:

  • Wohltuende Lagerungen für Ruhe und Aktivität finden
  • Wahrnehmungsangebote auf das Kind abstimmen
  • Ansätze von Greifen und Kopfkontrolle begleiten
  • Passende Hilfsmittel für den Familienalltag auswählen
  • Eltern in Pflege- und Spielsituationen anleiten
Therapieraum mit höhenverstellbarem Schreibtisch, orangem Hocker und Pflanze in einer Vacura-Praxis

Basale Stimulation eröffnet dem Kind Zugänge über Spüren, Hören und Bewegung, ohne es zu überfordern. Gemeinsam mit den Eltern werden Halte- und Lagerungspositionen erprobt, die Essen, Pflege und Nähe erleichtern. Die Hilfsmittelberatung begleitet Anpassungen, wenn sich der Bedarf verändert.

Die sensomotorisch-perzeptive Behandlung findet ein- bis zweimal wöchentlich über rund 30–45 Minuten statt. Einzelbehandlung in der Praxis sowie Hausbesuche sind hier häufig ein passender Rahmen, weil vertraute Umgebung dem Kind Sicherheit gibt.

Die Heilmittelverordnung kommt von den behandelnden Kinderärzt:innen, meist eingebettet in die Versorgung durch ein Sozialpädiatrisches Zentrum. Wir stimmen uns auf Wunsch eng mit den anderen Therapien ab. Eine kurze Nachricht genügt für den Anfang.

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