Diagnose

Ergotherapie bei einer Erektionsstörung

Menschen mit einer Erektionsstörung erleben Sex oft unter Leistungsdruck. Im Mittelpunkt der Ergotherapie stehen Stress im Alltag und Körpergefühl.

Bei einer Erektionsstörung, fachlich erektile Dysfunktion und umgangssprachlich oft Potenzprobleme genannt, entsteht eine Erektion wiederholt nicht oder hält nicht lange genug an. Häufig sind körperliche Faktoren wie Durchblutungsstörungen, Diabetes oder Medikamente beteiligt, deshalb steht eine ärztliche Abklärung am Anfang. Stress oder die Befürchtung, dass es wieder nicht klappt, können die Beschwerden verstärken, auch wenn die Ursache ursprünglich körperlich war.

Die Ergotherapie widmet sich vor allem dem Kreislauf aus Erwartungsdruck, Selbstbeobachtung und Anspannung. Klient:innen lernen, Stress im Alltag gezielter zu regulieren und ihre Aufmerksamkeit vom Funktionieren auf das Erleben zu richten.

Für jede Person ergeben sich individuelle Schwerpunkte aus Auslösern, Lebenssituation und persönlichen Wünschen. Häufig stehen im Fokus:

  • Stress in Beruf und Privatleben besser ausbalancieren
  • Aufmerksamkeit auf Berührung und Genuss lenken
  • Gelassenheit gegenüber einzelnen Erfahrungen entwickeln
  • Über Sexualität und Erwartungen offen sprechen
  • Selbstwert unabhängig von sexueller Leistung stärken
Therapieraum mit höhenverstellbarem Schreibtisch, orangem Hocker und Pflanze in einer Vacura-Praxis

Stressmanagement bezieht Belastungen aus Beruf und Alltag ein, die sich auf die Sexualität auswirken können. Übungen zur Körperwahrnehmung verlagern den Fokus von der Kontrolle einzelner Körperreaktionen hin zu Empfindungen. Auf Wunsch kann eine Partnerin oder ein Partner in der Paartherapie einbezogen werden.

Pro Woche sind ein bis zwei Sitzungen von etwa 60 Minuten im psychisch-funktionellen Bereich vorgesehen. Neben Terminen in der Praxis sind auch Termine per Video möglich, was manchen Klient:innen den Einstieg erleichtert.

Bevor die Ergotherapie beginnt, sollten körperliche Ursachen urologisch oder hausärztlich abgeklärt sein. Die Heilmittelverordnung für psychisch-funktionelle Behandlung kannst Du anschließend bei Hausärzt:innen, Psychiater:innen oder psychologischen Psychotherapeut:innen erhalten. Mit ihr meldest Du Dich direkt bei uns für einen Termin.

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