Diagnose

Ergotherapie bei einer leichten kognitiven Störung

Eine leichte kognitive Störung macht sich durch Vergesslichkeit bemerkbar, der Alltag gelingt aber noch. Ergotherapie baut Merkstrategien auf.

Bei einer leichten kognitiven Störung sind Gedächtnis, Aufmerksamkeit oder Denktempo messbar schwächer als altersüblich, ohne dass die Selbstständigkeit bereits eingeschränkt ist. Betroffene bemerken die Veränderungen meist selbst und gleichen sie mit Notizen oder mehr Zeit aus.

In dieser Phase lässt sich besonders viel über Strategien auffangen. Die Ergotherapie unterstützt dabei, Merkhilfen und Routinen aufzubauen, die auch bei ggf. zeitweise verstärkter Vergesslichkeit funktionieren.

Die Schwerpunkte richten sich nach dem betroffenen Leistungsbereich und den Alltagsanforderungen. Im Blick stehen häufig:

  • Merkstrategien und Erinnerungshilfen einführen
  • Gedächtnis und Aufmerksamkeit gezielt trainieren
  • Feste Ablagen und Routinen im Haushalt etablieren
  • Aktivität, Bewegung und Kontakte aufrechterhalten
  • Berufliche Anforderungen realistisch anpassen
Therapieraum mit höhenverstellbarem Schreibtisch, orangem Hocker und Pflanze in einer Vacura-Praxis

Ein Teil der Arbeit besteht darin, äußere Hilfen so einzurichten, dass sie ohne Nachdenken funktionieren, etwa feste Plätze für Schlüssel oder ein zentraler Kalender. Kognitives Training fördert daneben gezielt Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Tempo. Handlungsorientierte Aufgaben prüfen anschließend, ob die Strategien im echten Alltag standhalten.

Behandelt wird ein- bis zweimal pro Woche über jeweils rund 60 Minuten. Die Praxis ist der übliche Ort; für gemeinsames Gedächtnistraining würde sich auch eine Gruppe eignen.

Für den Beginn brauchst Du eine ärztliche Heilmittelverordnung von Hausärzt:innen, Neurolog:innen oder Psychiater:innen. Sinnvoll ist es, sie früh anzusprechen, weil sich Strategien leichter einüben lassen, solange der Alltag gut gelingt. Danach genügt eine kurze Terminanfrage.

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