Diagnose

Ergotherapie bei einer oppositionellen Trotzstörung

Eine oppositionelle Trotzstörung macht Aufforderungen im Familienalltag oft zum Streit. Ergotherapie unterstützt Kind und Eltern bei ruhigeren Abläufen.

Diese Form betrifft vor allem jüngere Kinder und zeigt sich in anhaltend trotzigem, aufsässigem und provozierendem Verhalten gegenüber Erwachsenen. Typisch sind häufige Wutausbrüche, Widerspruch und das bewusste Verärgern anderer.

Die Ergotherapie unterbricht den Kreislauf aus Aufforderung, Widerstand und Eskalation an konkreten Stellen. Kind und Eltern erproben Abläufe, in denen weniger Anlässe für Machtkämpfe entstehen.

Die Ziele richten sich nach den Situationen, in denen es täglich zu Auseinandersetzungen kommt. Häufig geht es um:

  • Wutausbrüche früher erkennen und unterbrechen
  • Aufforderungen annehmen können
  • Wahlmöglichkeiten statt Machtkämpfe anbieten
  • Erfolgserlebnisse ohne Widerstand ermöglichen
  • Eltern in ruhiger, klarer Führung unterstützen
Therapieraum mit höhenverstellbarem Schreibtisch, orangem Hocker und Pflanze in einer Vacura-Praxis

Die Einheiten haben einen festen Ablauf mit überschaubaren Wahlmöglichkeiten, damit das Kind Einfluss erlebt. Über spieltherapeutische Ansätze wird an Frustrationstoleranz gearbeitet, ohne dass daraus ein Kräftemessen wird. Im Elterngespräch entstehen Formulierungen und Abläufe, die zu Hause weniger Widerstand auslösen.

Gearbeitet wird ein- bis zweimal pro Woche über jeweils rund 60 Minuten. Einzeltermine mit dem Kind werden durch Elterngespräche ergänzt, weil sich die Herausforderungen häufig zu Hause zeigen und verändert werden wollen.

Für Dein Kind ist eine ärztliche Heilmittelverordnung von Kinderärzt:innen oder Kinder- und Jugendpsychiater:innen nötig. Notiere vorab, welche Alltagssituationen regelmäßig eskalieren. Genau dort setzen wir gemeinsam an.

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