Diagnose

Ergotherapie bei Störungen des Sozialverhaltens

Häufige Konflikte belasten bei Störungen des Sozialverhaltens Kinder und Familien. Ein friedlicheres Miteinander ist ein Ziel der Ergotherapie.

Störungen des Sozialverhaltens zeigen sich in wiederholtem, deutlich über das Alter hinausgehendem Verhalten wie Aggression, Regelverstößen, Lügen oder Zerstörung. Die Auffälligkeiten bestehen über mindestens sechs Monate und beeinträchtigen Familie, Kita oder Schule spürbar. Hinter dem Verhalten stehen häufig Überforderung, fehlende Strategien und wiederholte Misserfolgserfahrungen.

Die Ergotherapie arbeitet daran, welche Fähigkeiten dem Kind in Konfliktsituationen fehlen, statt nur das Verhalten zu bewerten. In gemeinsamen Aufgaben werden Alternativen erprobt, die im echten Alltag umsetzbar sind.

Die Ziele hängen vom Alter und davon ab, in welchen Situationen es regelmäßig eskaliert. Häufig geht es um:

  • Konflikte ohne Aggression austragen
  • Regeln verstehen, akzeptieren und einhalten
  • Frustration aushalten und Pausen nutzen
  • Positive Rollen in der Gruppe erfahren
  • Eltern und Schule zu gemeinsamem Vorgehen beraten
Therapieraum mit höhenverstellbarem Schreibtisch, orangem Hocker und Pflanze in einer Vacura-Praxis

Die Einheiten laufen nach klaren, vorher besprochenen Regeln mit sofortiger Rückmeldung. Im Sozialkompetenztraining werden typische Auslöser nachgestellt und andere Reaktionen ausprobiert. Kooperative Spiele und gemeinsame Bauprojekte machen erlebbar, dass Zusammenarbeit mehr einbringt als Durchsetzen.

Behandelt wird ein- bis zweimal pro Woche über jeweils rund 60 Minuten. In verschiedenen Settings trainieren Kinder ihr Sozialverhalten.

Die ärztliche Heilmittelverordnung stellen Kinderärzt:innen oder Kinder- und Jugendpsychiater:innen aus. Weil Familie und Schule zusammenwirken müssen, binden wir beide früh ein. Der erste Schritt ist eine Erstbefundung, in der wir gemeinsam Prioritäten setzen.

Therapieplatz anfragen