Diagnose

Ergotherapie bei einer hyperkinetischen Störung des Sozialverhaltens

Unruhe und Konflikte verstärken sich bei einer hyperkinetischen Störung des Sozialverhaltens gegenseitig. Ergotherapie stärkt das Miteinander.

Hier treten die Merkmale einer hyperkinetischen Störung gemeinsam mit deutlich auffälligem Sozialverhalten auf. Zur Unruhe und Impulsivität kommen also aggressives Verhalten, Regelverstöße oder häufige Konflikte mit Gleichaltrigen und Erwachsenen hinzu. Die Kombination belastet Familie und Schule meist stärker als jede der beiden Seiten für sich.

Die Ergotherapie arbeitet gleichzeitig an Impulskontrolle und am Miteinander, weil sich beides gegenseitig verstärkt. Über klar geregelte gemeinsame Aufgaben entstehen Erfahrungen, in denen Zusammenarbeit gelingt.

Die Schwerpunkte richten sich danach, wo die Konflikte am häufigsten entstehen. Häufig geht es um:

  • Impulse bremsen, bevor Konflikte eskalieren
  • Regeln verstehen und einhalten lernen
  • Frustration aushalten und Hilfe holen
  • Positive Kontakte zu Gleichaltrigen aufbauen
  • Eltern und Schule zu einheitlichem Vorgehen beraten
Therapieraum mit höhenverstellbarem Schreibtisch, orangem Hocker und Pflanze in einer Vacura-Praxis

Es wird mit sehr klaren, im Voraus vereinbarten Regeln gearbeitet, deren Einhaltung unmittelbar rückgemeldet wird. Im Sozialkompetenztraining werden typische Konfliktsituationen nachgespielt und Alternativen ausprobiert. Kooperative Aufgaben machen erfahrbar, dass gemeinsames Gelingen mehr bringt als Durchsetzen.

Gearbeitet wird ein- bis zweimal wöchentlich über jeweils rund 60 Minuten. Trainiert werden kann in verschiedenen Settings, weil sich Sozialverhalten nur im Kontakt verändern lässt.

Die Verordnung erhältst Du bei Kinderärzt:innen oder Kinder- und Jugendpsychiater:innen. Weil Schule und Familie eng zusammenwirken müssen, beziehen wir beide Seiten von Anfang an ein. Melde Dich gern, auch wenn die Lage gerade sehr angespannt ist.

Therapieplatz anfragen