Diagnose

Ergotherapie bei einer Panikstörung

Panikattacken und die Angst vor der nächsten bestimmen bei einer Panikstörung den Alltag. In der Ergotherapie soll Sicherheit wieder wachsen.

Eine Panikstörung äußert sich in wiederkehrenden, plötzlich einsetzenden Panikattacken – Episoden intensiver Angst mit körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Atemnot, Zittern oder Schwindel. Die Attacken treten oft ohne erkennbaren Auslöser auf; viele Betroffene entwickeln daraufhin eine ausgeprägte Angst vor der nächsten Attacke. Aus Sorge vor einem erneuten Anfall werden Orte und Situationen zunehmend gemieden.

In der Ergotherapie lernen Klient:innen, Panikattacken und der Angst davor im Alltag nicht mehr das Steuer zu überlassen. Körperwahrnehmung, verlässliche Routinen und konkrete Strategien für den Ernstfall geben Schritt für Schritt Sicherheit zurück.

Ausgangspunkt sind die Situationen, in denen die Angst den Alltag am stärksten einschränkt, sowie die Ressourcen der Klient:innen. Gemeinsam verfolgt werden etwa:

  • Abbau von Erwartungsangst und Vermeidungsverhalten
  • Erlernen von Strategien für den Umgang mit akuten Attacken
  • Verbesserte Wahrnehmung und Einordnung körperlicher Signale
  • Rückgewinnung gemiedener Orte und Situationen
  • Stabilisierung von Alltag, Arbeit und sozialen Kontakten
Therapieraum mit höhenverstellbarem Schreibtisch, orangem Hocker und Pflanze in einer Vacura-Praxis

Praktisch geht es oft zuerst um den Körper: Über Entspannungstechniken und Achtsamkeit wird geübt, aufsteigende Anspannung früh zu bemerken und gegenzusteuern. Anschließend werden mit handlungsorientiertem Training gemiedene Alltagssituationen in kleinen, planbaren Schritten wieder aufgenommen.

Behandelt wird im psychisch-funktionellen Fachbereich; ein Termin dauert etwa 60 Minuten und findet ein- bis zweimal in der Woche statt. Den geschützten Start bietet die Einzelbehandlung, später könnten Gruppenangebote das Hineinwachsen in belebtere Situationen unterstützen.

Am Anfang steht eine ärztliche Heilmittelverordnung, die Du von Hausärzt:innen, Psychiater:innen oder psychologischen Psychotherapeut:innen für den psychisch-funktionellen Bereich erhältst. Damit meldest Du Dich einfach für einen Termin in einer der Praxen.

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