Diagnose

Ergotherapie bei einer bösartigen Neubildung des Gehirns

Eine bösartige Neubildung des Gehirns verändert Alltag und Fähigkeiten oft rasch. Ergotherapie unterstützt Selbstständigkeit und Teilhabe in jeder Phase.

Eine bösartige Neubildung des Gehirns, umgangssprachlich Hirntumor, wächst in das umliegende Gewebe und beeinflusst je nach Lage Bewegung, Sprache, Sehen oder Denken. Auch Operation, Bestrahlung und Chemotherapie hinterlassen häufig spürbare Folgen wie Erschöpfung oder Konzentrationsprobleme. Der Unterstützungsbedarf verändert sich im Verlauf immer wieder.

Die Ergotherapie orientiert sich an dem, was den Betroffenen jetzt wichtig ist, vom eigenständigen Frühstück bis zum Schreiben an die Familie. Sie arbeitet mit Onkologie, Pflege und Angehörigen zusammen.

Die Ziele werden fortlaufend an Befinden und Prognose angepasst. Im Mittelpunkt stehen oft:

  • Selbstversorgung so lange wie möglich erhalten
  • Wichtige Aktivitäten trotz Erschöpfung ermöglichen
  • Konzentration und Orientierung im Alltag unterstützen
  • Hilfsmittel und Lagerung an neue Phasen anpassen
  • Angehörige praktisch anleiten und entlasten
Therapieraum mit höhenverstellbarem Schreibtisch, orangem Hocker und Pflanze in einer Vacura-Praxis

Alltagshandlungen werden vereinfacht und in die beste Tageszeit gelegt, damit Energie für das Wesentliche bleibt. Funktions- und Wahrnehmungsübungen greifen gezielt die Bereiche auf, die der Tumor oder die Therapie beeinträchtigt. In fortgeschrittenen Phasen rücken Lagerung, Positionswechsel und die Anleitung der Angehörigen in den Vordergrund.

Die Behandlung wird motorisch-funktionell oder sensomotorisch-perzeptiv verordnet und dauert je Einheit rund 30–45 Minuten. Ort und Frequenz folgen dem Befinden, vom Praxistermin bis zum Hausbesuch am Bett.

Onkolog:innen, Neurolog:innen oder Hausärzt:innen verordnen die Ergotherapie, oft direkt aus der Klinik heraus. Anfragen können jederzeit auch Angehörige übernehmen. Wir steigen dann so unkompliziert wie möglich ein.

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