Diagnose

Ergotherapie bei einer gutartigen Neubildung des Gehirns

Auch eine gutartige Neubildung des Gehirns kann Funktionen beeinträchtigen. Ergotherapie begleitet vor und nach der Behandlung zurück in den Alltag.

Gutartige Neubildungen wie Meningeome wachsen meist langsam und streuen nicht. Weil der Platz im Schädel begrenzt ist, können sie dennoch auf Hirnareale drücken und Kopfschmerzen, Lähmungen, Sehstörungen oder Konzentrationsprobleme verursachen. Nach einer Operation brauchen manche Funktionen Zeit und Übung, um wieder anzulaufen.

Vor einem Eingriff hilft die Ergotherapie, mit bestehenden Ausfällen zurechtzukommen; danach begleitet sie die Erholung der betroffenen Funktionen. Maßstab sind die Aufgaben aus Beruf, Haushalt und Freizeit.

Was im Vordergrund steht, hängt von Lage der Neubildung und Behandlungsverlauf ab. Typische Ziele:

  • Kraft und Geschick nach der Operation wieder aufbauen
  • Konzentration und Arbeitstempo an den Beruf heranführen
  • Erschöpfung mit klugen Pausenmodellen begegnen
  • Unsicherheiten beim Gehen und Greifen abbauen
  • Den Wiedereinstieg in Arbeit und Hobbys planen
Therapieraum mit höhenverstellbarem Schreibtisch, orangem Hocker und Pflanze in einer Vacura-Praxis

Nach der Befundung wird an konkreten Alltagsaufgaben geübt, angepasst an Belastbarkeit und Heilungsverlauf. Hirnleistungstraining steigert Konzentration und Merkfähigkeit in kleinen, messbaren Schritten. Für die Rückkehr an den Arbeitsplatz entsteht ein abgestufter Plan gemeinsam mit dem Umfeld.

Üblich sind ein bis zwei Einheiten pro Woche zu rund 30–45 Minuten, motorisch-funktionell oder sensomotorisch-perzeptiv verordnet. Meist wird in der Praxis behandelt, nach frischer Operation auch zu Hause.

Neurochirurg:innen, Neurolog:innen oder Hausärzt:innen stellen die Heilmittelverordnung aus. Nach einer Operation lohnt der frühe Start, sobald die Klinik grünes Licht gibt. Eine kurze Nachricht genügt für die Terminplanung.

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