Diagnose

Ergotherapie bei Fibromyalgie

Menschen mit Fibromyalgie spüren oft Schmerzen am ganzen Körper und rasche Erschöpfung. Ergotherapie unterstützt dabei, Kräfte im Alltag einzuteilen.

Die Fibromyalgie, im Deutschen auch Faser-Muskel-Schmerz genannt, ist eine chronische Schmerzerkrankung mit Schmerzen in mehreren Körperregionen zugleich. Häufig kommen Erschöpfung, wenig erholsamer Schlaf und Konzentrationsschwierigkeiten hinzu. Wie stark die Beschwerden den Alltag beeinflussen, ist von Person zu Person sehr unterschiedlich und kann sich auch von Tag zu Tag verändern.

Im Mittelpunkt steht der Umgang mit Energie und Belastung, denn gute und schlechte Tage wechseln sich bei Fibromyalgie oft ab. Die Ergotherapie begleitet Patient:innen dabei, Aktivität und Erholung so zu verteilen, dass wichtige Tätigkeiten planbar bleiben.

Gemeinsam mit den Patient:innen werden die Ziele individuell nach ihren Prioritäten im Alltag festgelegt, zum Beispiel:

  • Tagesablauf mit ausgewogenen Aktivitäts- und Ruhephasen gestalten
  • Belastbarkeit im Alltag in kleinen Schritten ausbauen
  • Entspannungsfähigkeit im Alltag stärken
  • Zeit für Hobbys und Kontakte bewusst einplanen
  • Erholsame Abendroutinen entwickeln
Therapieraum mit höhenverstellbarem Schreibtisch, orangem Hocker und Pflanze in einer Vacura-Praxis

Ein Aktivitätstagebuch macht sichtbar, welche Tätigkeiten viel Kraft kosten und wann Pausen sinnvoll sind. Daraus entstehen Wochenpläne, in denen etwa das Putzen auf mehrere Tage verteilt wird. Entspannungstechniken und Achtsamkeitsübungen unterstützen die Regulation von Stress, der Schmerzen verstärken kann.

Die Termine finden in der Regel ein- bis zweimal pro Woche statt und dauern jeweils etwa 30–45 Minuten.

Häufig verordnen Hausärzt:innen, Rheumatolog:innen oder Schmerzmediziner:innen die Ergotherapie. Falls Du bereits ein Schmerztagebuch oder Notizen zu Deinem Alltag führst, bring sie gern zum ersten Termin mit. Die Anfrage dafür kannst Du jederzeit an uns richten.

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