Diagnose

Ergotherapie bei einer kombinierten Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen

Verhalten und innere Belastung hängen bei einer kombinierten Störung des Sozialverhaltens zusammen. Ergotherapie sieht beide Seiten.

Bei dieser Diagnose treten deutliches Sozialverhaltensproblem und ausgeprägte emotionale Beschwerden gemeinsam auf. Neben Aggression oder Regelverstößen bestehen also Ängste, Traurigkeit, Rückzug oder körperliche Beschwerden. Das nach außen auffällige Verhalten verdeckt die innere Belastung häufig.

Die Ergotherapie behandelt beide Seiten zusammen, weil das Verhalten oft eine Antwort auf die emotionale Belastung ist. Kinder erarbeiten Wege, innere Anspannung wahrzunehmen, bevor sie sich nach außen entlädt.

Die Ziele werden auf beide Bereiche verteilt und laufend angepasst. Häufig sind das:

  • Gefühle wahrnehmen und benennen lernen
  • Anspannung regulieren, bevor sie sich entlädt
  • Konflikte ohne Aggression bewältigen
  • Rückzug und Traurigkeit ernst nehmen
  • Eltern und Schule für beide Seiten sensibilisieren
Therapieraum mit höhenverstellbarem Schreibtisch, orangem Hocker und Pflanze in einer Vacura-Praxis

Ein Schwerpunkt liegt darauf, Gefühlen überhaupt Worte und Bilder zu geben, etwa über kreative Methoden. Parallel wird im Sozialkompetenztraining an konkreten Konfliktsituationen gearbeitet. Entspannungs- und Körperwahrnehmungsübungen ergänzen das, damit Anspannung früher spürbar wird.

Die Behandlung läuft ein- bis zweimal wöchentlich über jeweils rund 60 Minuten. Einzeltermine geben der emotionalen Seite Raum; für das Verhalten im Kontakt wäre eine Kleingruppe ein passender Rahmen.

Es braucht eine ärztliche Heilmittelverordnung von Kinderärzt:innen oder Kinder- und Jugendpsychiater:innen. Berichte über beide Seiten, Verhalten und Gemütslage, helfen uns beim Zuschnitt. Danach beginnen wir mit einer ausführlichen Erstbefundung.

Therapieplatz anfragen