Diagnose

Ergotherapie bei einer umschriebenen Entwicklungsstörung der Grobmotorik

Klettern und Balancieren fallen bei einer Entwicklungsstörung der Grobmotorik schwer. Ergotherapie stärkt Bewegungsfreude und Sicherheit.

Hier betreffen die Schwierigkeiten vor allem große Bewegungen des ganzen Körpers: Laufen, Springen, Klettern, Werfen und Fangen. Kinder wirken unsicher im Gleichgewicht, stolpern häufiger und ermüden bei Bewegung schneller als Gleichaltrige. Viele meiden Sport und Toben, wodurch sie noch weniger Übung bekommen.

Der Einstieg gelingt über Bewegungsangebote, die Freude machen und trotzdem gezielt fordern. Kinder erleben dabei, dass Bewegung gelingen kann, was die Bereitschaft zum Üben deutlich erhöht.

Was zuerst geübt wird, ergibt sich aus dem Alter und den Wünschen des Kindes. Häufige Ziele:

  • Gleichgewicht und Standsicherheit verbessern
  • Bewegungsabläufe koordinieren und automatisieren
  • Kraft und Ausdauer beim Spielen aufbauen
  • Mitmachen bei Sport und Toben ermöglichen
  • Vermeidung von Bewegung abbauen
Therapieraum mit höhenverstellbarem Schreibtisch, orangem Hocker und Pflanze in einer Vacura-Praxis

Gearbeitet wird in Bewegungslandschaften mit Schaukeln, Rollbrettern, Balancierelementen und Klettermöglichkeiten. Die sensorische Integration verknüpft dabei Gleichgewichtssinn und Körperwahrnehmung mit gezielten Bewegungsaufgaben. Im Elterngespräch wird besprochen, welche Bewegungsangebote im Alltag gut hineinpassen.

Die Behandlung ist sensomotorisch-perzeptiv angelegt, ein- bis zweimal wöchentlich über jeweils rund 30–45 Minuten. Die Praxis bietet den nötigen Raum und die Geräte, eine Gruppe könnte das um gemeinsames Spiel ergänzen.

Den Anfang macht eine ärztliche Heilmittelverordnung von den Kinderärzt:innen Deines Kindes. Sinnvoll ist es, konkrete Beobachtungen aus Kita, Schule oder Sportverein mitzubringen. Anschließend vereinbaren wir einen Termin für die Erstbefundung.

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