Diagnose

Ergotherapie bei einer umschriebenen Entwicklungsstörung der Fein- und Graphomotorik

Stifthaltung und Schreiben kosten bei einer Störung der Fein- und Graphomotorik viel Kraft. Ergotherapie erleichtert den Schulalltag spürbar.

Hier fallen feine Handbewegungen schwer: Stifthaltung, Schneiden, Knöpfe schließen, Perlen auffädeln oder Schreiben. Das Schriftbild wirkt oft unregelmäßig, das Schreiben ermüdet schnell und dauert deutlich länger als bei Gleichaltrigen. In der Schule entsteht dadurch Druck, obwohl die Kinder inhaltlich gut mitkommen.

Die Ergotherapie arbeitet an Handkraft, Stiftführung und Ausdauer, damit Schreiben und Basteln weniger anstrengend werden. Gleichzeitig wird geprüft, welche Hilfen und Anpassungen den Schulalltag sofort erleichtern.

Die Ziele ergeben sich aus dem Alter des Kindes und den Anforderungen in der Schule. Häufig geht es um:

  • Stifthaltung und Schreibdruck verbessern
  • Handkraft und Fingergeschicklichkeit aufbauen
  • Ausdauer beim Schreiben und Basteln steigern
  • Alltagshandlungen wie Knöpfen und Schneiden erleichtern
  • Frust und Vermeidung beim Schreiben abbauen
Therapieraum mit höhenverstellbarem Schreibtisch, orangem Hocker und Pflanze in einer Vacura-Praxis

Geübt wird mit Material, das die Hand fordert: Kneten, Fädeln, Bauen, Schneiden und gezielte Stiftübungen. Das graphomotorische Training baut die Schreibbewegung systematisch auf, vom großen Bewegungsablauf bis zur feinen Linienführung. Ergänzend werden Stiftgriffe, Sitzposition und Papierlage angepasst, damit der Schulalltag sofort leichter wird.

Die Behandlung erfolgt sensomotorisch-perzeptiv mit ein bis zwei Terminen pro Woche à rund 30–45 Minuten. Meist einzeln, damit die Stiftführung genau angeleitet werden kann.

Nötig ist eine ärztliche Heilmittelverordnung, die Kinderärzt:innen ausstellen. Hilfreich sind Schreibproben aus der Schule, weil sich daran der Ausgangspunkt gut zeigen lässt. Melde Dich damit einfach für einen Ersttermin.

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